Im Bahnverkehr zwischen Berlin und Hannover hat es am Dienstag weiter Einschränkungen gegeben. Betroffen war unter anderem der ICE-Verkehr. Diebe hätten zwischen Wustermark und Rathenow Teile der Oberleitung gestohlen, teilte ein Bahnsprecher am Dienstag mit. Daher könnten voraussichtlich bis Dienstagabend Züge auf dem Abschnitt nur einspurig fahren. Fernreisende müssten sich deshalb auf Verzögerungen bis zu 90 Minuten einstellen. Züge der RE-Linie 2 Rathenow-Berlin-Cottbus würden durch Busse ersetzt. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Oberleitung der Bahn steht ständig unter 15000 Volt Hochspannung.
BREMEN. Ein 16-Jähriger hat beim Klettern auf einem Güterwaggon in Bremen einen Stromschlag erlitten und ist dabei lebensgefährlich verletzt worden. Er war in der Nacht zu Sonnabend mit einem Freund (17) auf das Bahngelände an der Strecke Bremen-Hannover gegangen. Was die beiden dort vorhatten, ist derzeit noch unklar. Sicher ist nur, dass der 16-Jährige an der Leiter, die an dem abgestellten Güterzug befestigt war, auf den Waggon kletterte. Dabei kam er der 15 000 Volt führenden Oberleitung zu nah. Ein Lichtblitz sprang auf ihn über. Mit brennender Kleidung fiel der Jugendliche ins Gleisbett und zog sich weitere Verletzungen zu.
Sein Freund erstickte daraufhin die Flammen mit seiner Jacke. Anschließend trug er ihn rund 200 Meter über die Gleise und einen Bahndamm zur Straße. “Auch das war lebensgefährlich”, sagte Holger Jureczko, Sprecher der zuständigen Bundespolizeiinspektion Bremen. “Auf diesem Streckenabschnitt sind die Züge mit 160 Kilometern in der Stunde unterwegs. Da bleibt einem kaum Zeit zu reagieren, wenn sich ein Zug nähert.”
An der Straße angekommen, rief der Freund seinen Vater über sein Handy an. Erst als dieser dort eintraf, rief er Feuerwehr und Polizei um Hilfe – eine halbe Stunde nach dem Unglück. Offenbar war der 17-Jährige derart geschockt, dass er vergaß, zuerst die Retter zu informieren. Bislang konnte er von den Beamten nicht vernommen werden. weiterlesen »
Mönchengladbach – Am gestrigen Abend, gegen 23.35 Uhr, ereignete sich im Bahnhof Mönchengladbach Hbf ein Stromunfall. Während der Einfahrt der S 8 aus Richtung Düsseldorf kam es am Zug zu einem Kurzschluss. Zeugen beobachteten eine auf dem Dach des ersten Waggons liegende, leblose Person. Diese wurde von ihnen geborgen und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte auf dem Bahnsteig gelagert. Bei der Person handelt es sich um einen 20 jährigen Mann aus Viersen . Nach Erstversorgung durch den Notarzt wurde er mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Der Lokführer der S-Bahn, der von dem Unfall nichts bemerkt hatte erlitt einen Schock und musste vor Ort abgelöst werden. Die Bundespolizei geht derzeit davon aus, dass der junge Mann als S-Bahnsurfer unterwegs war. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.
Köln-Aachen – In den heutigen Vormittagsstunden kam es auf der Bahnstrecke Düren in Richtung Langerwehe zu einem Unfall, der durch einen Marder verursacht wurde. Gegen 05:45 Uhr befuhr der Regionalexpress 1 die Bahnstrecke Düren in Richtung Aachen. Der Lokführer nahm einen “stangenähnlichen” Gegenstand wahr, der in seine Frontscheibe schlug und diese zersplitterte. Dadurch wurde der 43-jährige Mann im Gesicht verletzt. Die Starkstromleitung riss herunter. 60 Fahrgäste aus dem Unfallzug wurden durch die Bundespolizei evakuiert. Die Deutsche Bahn AG stellte Taxis und Busse für den weiteren Fahrtweg zur Verfügung. Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizei wurde am Tatort ein tödlich verunglückter Marder aufgefunden, der an dem Strommast hoch kletterte und diesen Unfall verursachte. weiterlesen »
Ein Jugendlicher starb beim Klettern auf Güterwaggon durch Stromschlag der Oberleitung.
Er spielte in den abgestellten Schienenwagen, ohne zu ahnen, in welche Gefahr er sich begibt: In Bremen ist ein Teenager durch einen Stromschlag ums Leben gekommen – er kam mit der Oberleitung in Berührung. weiterlesen »