Schon wieder Lokführer verdroschen

Ein Lokführer der Deutschen Bahn und ein Fahrgast, der ihm zur Hilfe kam, sind in der Nacht zum Dienstag von fünf jungen Männern verprügelt worden. Die Täter im Alter zwischen 15 und 22 Jahren hatten am Bahnhof Forth im Kreis Erlangen zunächst die Weiterfahrt einer Regionalbahn verhindert, indem sie die Tür blockierten, wie die Bundespolizei mitteilte.

Als der Lokführer nach vergeblichen Bitten die Gruppe aus dem Eingangsbereich drängen wollte, schlugen zwei der Männer auf ihn ein. Ein 21-jähriger Fahrgast, der zur Hilfe eilte, wurde mit einem Messer bedroht, getreten und geschlagen. Er erlitt Prellungen am ganzen Körper und im Gesicht. Zudem wurden ihm mehrere Ohrringe herausgerissen. Der Lokführer klagte über Kopfschmerzen, konnte seinen Dienst aber fortsetzen.

Die Schläger flüchten zunächst, wurden aber kurze Zeit später von der Polizei gefasst. weiterlesen »

Bombardier liefert erste ALP-46A Loks aus

ALP-46ABombardier Transportation hat heute am Produktionsstandort Kassel die erste von insgesamt 36 Elektrolokomotiven vom Typ ALP-46A an die New Jersey Transit Corporation (NJ TRANSIT) übergeben. Die Lokomotive ist Bestandteil einer Flotten-Bestellung aus dem Februar 2008, die NJ TRANSIT für den Einsatz im Personenverkehr vorgesehen hat. Bereits seit 2002 sind Elektrolokomotiven von Bombardier bei NJ TRANSIT im Einsatz und befördern durchschnittlich 250.000 Passagiere zwischen New Jersey und Manhattan am Tag.

„Diesen Folgeauftrag verdanken wir der hohen Qualität und Leistungsfähigkeit der ersten Serie ALP-46-Lokomotiven, die sich seit Jahren bei NJ TRANSIT erfolgreich bewähren“, so Peter Ammann, Vice President Sales & Marketing Locomotives, Bombardier Transportation. weiterlesen »

Krieg in der Regionalbahn

Hannoverhooligans – 07.11.2009,  20:50 Uhr Haltepunkt Weddel bei Braunschweig
Braunschweiger Hooligans haben am Samstagabend am Haltepunkt Weddel einen mit Hannover 96 Fans besetzten Regionalzug attackiert.
Die 20 bis 30 vermummten Angreifer haben dem Zug im Schutze der Dunkelheit aufgelauert.
Beim Halt in Weddel  gingen sie mit Stöcken, Baseballschlägern und Eisenstangen auf den Zug los.
Fenster wurden zerschlagen und drei Rauchkörper durch die Gewalttäter in den Zug geworfen.
Auch vom inneren des Zuges drängten Fans zu den Ausgängen, um die Konfrontation zu suchen.
Durch den beherzten Einsatz des auf dem Zug befindlichen Begleitkommandos der Bundespolizei konnte schlimmeres verhindert werden.
Die Beamten stellten sich zwischen die verfeindeten Fans und verhinderten so ein Eindringen in den Zug.
Durch die Angreifer wurde keine Rücksicht auf unbeteiligte Reisende genommen.
Mitreisende Kinder und Jugendliche suchten stark verängstigt hinter den Beamten der Bundespolizei Schutz.
Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. weiterlesen »

Eurosprinter ES64U4 erhält demnächst Zulassung in Polen

Geschwindigkeitsrekord auf polnischen Gleisen / Speed record onAm 8. Oktober 2009 erhielt die Eurosprinter-Lokomotive vom Typ ES64U4 ihre vorläufige Betriebszulassung für Polen. Sechs Monate lang muss sich die Viersystemlokomotive im täglichen Betrieb bewähren, um die endgültige Zulassung vom polnischen Bahnministerium zu erhalten. Die polnische Staatsbahn Polskie Koleje Panstwow-Intercity (PKP Intercity) bestellte im Sommer 2008 zehn Eurosprinter vom Typ ES64U4 mit einem Auftragsvolumen von mehr als 44 Millionen Euro. Nur ein Jahr nach Auftragseingang übergab Siemens Mobility die erste Lokomotive der Baureihe 183 601 an den Kunden, der die Lok auf den Namen „Husarz“ taufte.

Die vorläufige Zulassung kam rechtzeitig zur diesjährigen Schienenfahrzeugmesse TRAKO, die vom 14. bis 16. Oktober 2009 in Danzig stattgefunden hat. Siemens präsentierte zusammen mit PKP Intercity den zweiten Prototyp der „Husarz“-Lokomotive mit der Loknummer 183 602. weiterlesen »

Dank Mauerfall für 20 Euro durch ganz Deutschland

mauerfall_bDeutsche Bahn bietet zum Mauerfall-Jubiläum Sonderticket an
Reisende können für 20 Euro quer durch Deutschland fahren Kunden der Deutschen Bahn können zum 20-Jährigen Jubiläum des Mauerfalls für 20 Euro quer durch Deutschland fahren. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte, ist das Festpreisticket «Mauerfall-Spezial» ab 9. November um 18.57 Uhr bis um 3.00 Uhr des Folgetages buchbar.
Das Angebot gelte für eine einfache Fahrt durch Deutschland im ICE und IC/EC in der zweiten Klasse. Reisezeitraum seien die 20 Tage zwischen dem 12. November und dem 1. Dezember 2009. weiterlesen »

SNCF steigt bald in deutschen Fernverkehr ein

AGVDie Deutsche Bahn bekommt offenbar Konkurrenz im Fernverkehr. Nach Informationen der Tageszeitung “Die Welt” will die französische Staatsbahn SNCF Strecken im Fernverkehr von Frankfurt in Richtung Berlin und Hamburg bedienen. “Der Vorstandschef der französischen Staatsbahn, Guillaume Pépy, hat uns darüber informiert, dass es einen entsprechenden Antrag gibt”, sagte ein Bahnsprecher der Zeitung. Zudem wird ab dem kommenden Jahr das neu gegründete Bahn-Unternehmen Locomore Rail der Deutschen Bahn entgegentreten. Das Berliner Unternehmen hat bereits den Zuschlag für Trassen bekommen und wird ab 2010 “täglich mehrfach die Strecke Köln nach Hamburg bedienen”, wie Geschäftsführer Derek Ladewig der Zeitung sagte. Die französische SNCF wird dagegen frühestens ab 2011 in den deutschen Bahnverkehr eingreifen können, da der Fahrplan für 2010 bereits fertig sei.

Auf dem Bild ist der Zug zusehen, der für diesen Einsatz vorgesehen ist. Hier findet sie mehr Informationen über diese Zuggattung.

BÜ Unfall und Suizid in einer Schicht

bahnhofMünster – Rein statistisch gesehen hätte der Lokführer am Donnerstagabend eigentlich nichts mehr zu befürchten gehabt. Statistik hilft, das hat der 40-Jährige leidvoll erfahren, dem Einzelnen nichts. Ohne Schuld geriet der Mann während seines Dienstes im Nahverkehrszug zwischen Coesfeld und Münster binnen weniger Stunden gleich zweimal in schreckliche Ereignisse.

Um 16.45 Uhr war, wie berichtet, sein Zug auf einem unbeschrankten Bahnübergang an der Welsingheide von einem Auto gerammt worden – mit glimpflichen Ausgang. Keine Verletzten, nennenswerter Sachschaden nur am Auto. Nach einer Dreiviertelstunde steuerte der Triebfahrzeugführer seinen Zug zum münsterischen Hauptbahnhof. weiterlesen »

Bahn halbiert Gewinn

Trotz der weltweiten Konjunkturerholung hat sich die Lage bei der Deutschen Bahn im Sommer kaum gebessert.

Der Betriebsgewinn des Konzerns schrumpfte zwischen Januar und August auf 950 Millionen Euro und halbierte sich damit im Vergleich zum Vorjahr fast, wie Unterlagen des Unternehmens zeigen, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlagen. Der Umsatz fiel um 14,5 Prozent auf 19 Milliarden Euro und lag damit weiter deutlich unter den Planungen der Bahn. Immerhin sackten die Umsätze nicht noch weiter als zu Sommeranfang ab, als die Krise die Bahn voll erfasst hatte. In den letzten vier Monaten des Jahres erwartet das Unternehmen auch wegen des Sparkurses mehr Gewinn und will 2009 so den geplanten Betriebsgewinn von 1,8 Milliarden Euro einfahren. 2008 waren es noch 2,5 Milliarden. weiterlesen »

ICE in Wolfsburg mit Steinen beworfen

Unbekannte Täter bewerfen ICE 846 von Hannover nach Berlin, bei der Durchfahrt der Stadt Wolfsburg mit Steinen. Die durch mehrere Steine beschädigte Außenscheibe wurde durch den Zugbegleiter notdürftig repariert. Erst danach konnte der Zug seine Fahrt Richtung Köln fortsetzen.
Verletzt wurde durch diesen Vorfall niemand. Eine sofort eingeleitet Fahndung der Bundespolizei blieb ohne Ergebnis. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Der ICE erhielt dadurch 8 Minuten Verspätung.

ICE Ärger: Beinahe Entgleisung und Prellbockkontakt

2082163080-hauptbahnhof-rammt-prellbock.9Zwei sehr ärgerliche Ereignisse werfen wieder einmal einen Schatten auf den ansonsten so reibungslosen ICE Verkehr. Am Freitag ist ein ICE der Baureihe 411 in München auf genau den selben Prellbock aufgefahren, der vor einigen Wochen schon einmal für Schlagzeilen sorgte. Der ICE 1501 wurde von einem 51-jährigem Lokführer gesteuert, der sich beim Aufprall den Arm verstauchte. Weitere Verletzte gab es zum Glück nicht. Fünf für genau diesen Zweck vorgesehene Bodenplatten wurde verschoben und dabei zerstört. Da der Lokführer nicht mehr zum jungen Semester gezählt werden kann, gehe ich mal davon aus, dass es sich nicht um einen Bereitstellungslokführer handelte. Diese jungen Kollegen verfügen altersgemäss über keinen grossen Erfahrungschatz, dieser langjährige Kollege allerdings. Über die Ursache lässt sich also nur spekulieren. Ein technisches Versagen ist meiner Meinung sehr unwahrscheinlich, da das Bremssystem über mehrere Rückfallebenen verfügt und es jederzeit möglich sein sollte, den Zug zum stehen zu bringen. Selbst bei kompletter Störung des Bremsrechners ist ein manueller Eingriff noch möglich.

Weiterhin wurde erst jetzt bekannt, dass sich eine weiter sehr gefährliche Situation bereits Anfang Juli ereignete. Dabei ist ein ICE in der Nähe des Bahnhofs Reichertshausen bei einem Gleiswechsel mit stark überhöhter Geschwindigkeit gefahren. In den Medien kursieren die Zahlen, das der Zug anstelle von 80 km/h mit 140 km/h gefahren sein soll. Mir erscheint das auch wieder mehr als fraglich. Bei einer Begrenzung von 80 km/h, ist der Triebfahrzeugführer gezwungen, diese Geschwindigkeitsermässigung per PZB zu quittieren, so das im Triebzug eine Beeinflussungskurve ausgelöst wird. Nach dieser Kurve hat der Tf 20 Sekunden Zeit mit der Geschwindigkeit unter 85 km/h zu kommen, ansonsten wird der Zug zwangsgebremst. Weiterhin wird er sofort zwangsgebremst, wenn er diese Quittierung “vergisst”. Das Eisenbahnbundesamt untersucht den Fall, erwartungsgemäss liegen hier die Ergebnisse in ferner Zukunft. Ernsthaft verletzt wurde niemand, ein Gastromitarbeit viel dermassen stark hin, dass er bewusstlos liegen blieb. Koffer und Taschen flogen durch den Zug und es entstand eine Panik. Der Zug hielt im nächsten Bahnhof Pfaffenhofen und wurde Notärztlich versorgt.