Diebe klauen Oberleitung auf Rennbahn Berlin-Hannover

Im Bahnverkehr zwischen Berlin und Hannover hat es am Dienstag weiter Einschränkungen gegeben. Betroffen war unter anderem der ICE-Verkehr. Diebe hätten zwischen Wustermark und Rathenow Teile der Oberleitung gestohlen, teilte ein Bahnsprecher am Dienstag mit. Daher könnten voraussichtlich bis Dienstagabend Züge auf dem Abschnitt nur einspurig fahren. Fernreisende müssten sich deshalb auf Verzögerungen bis zu 90 Minuten einstellen. Züge der RE-Linie 2 Rathenow-Berlin-Cottbus würden durch Busse ersetzt. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

SNCF steigt bald in deutschen Fernverkehr ein

AGVDie Deutsche Bahn bekommt offenbar Konkurrenz im Fernverkehr. Nach Informationen der Tageszeitung “Die Welt” will die französische Staatsbahn SNCF Strecken im Fernverkehr von Frankfurt in Richtung Berlin und Hamburg bedienen. “Der Vorstandschef der französischen Staatsbahn, Guillaume Pépy, hat uns darüber informiert, dass es einen entsprechenden Antrag gibt”, sagte ein Bahnsprecher der Zeitung. Zudem wird ab dem kommenden Jahr das neu gegründete Bahn-Unternehmen Locomore Rail der Deutschen Bahn entgegentreten. Das Berliner Unternehmen hat bereits den Zuschlag für Trassen bekommen und wird ab 2010 “täglich mehrfach die Strecke Köln nach Hamburg bedienen”, wie Geschäftsführer Derek Ladewig der Zeitung sagte. Die französische SNCF wird dagegen frühestens ab 2011 in den deutschen Bahnverkehr eingreifen können, da der Fahrplan für 2010 bereits fertig sei.

Auf dem Bild ist der Zug zusehen, der für diesen Einsatz vorgesehen ist. Hier findet sie mehr Informationen über diese Zuggattung.

ICE in Wolfsburg mit Steinen beworfen

Unbekannte Täter bewerfen ICE 846 von Hannover nach Berlin, bei der Durchfahrt der Stadt Wolfsburg mit Steinen. Die durch mehrere Steine beschädigte Außenscheibe wurde durch den Zugbegleiter notdürftig repariert. Erst danach konnte der Zug seine Fahrt Richtung Köln fortsetzen.
Verletzt wurde durch diesen Vorfall niemand. Eine sofort eingeleitet Fahndung der Bundespolizei blieb ohne Ergebnis. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Der ICE erhielt dadurch 8 Minuten Verspätung.

ICE Ärger: Beinahe Entgleisung und Prellbockkontakt

2082163080-hauptbahnhof-rammt-prellbock.9Zwei sehr ärgerliche Ereignisse werfen wieder einmal einen Schatten auf den ansonsten so reibungslosen ICE Verkehr. Am Freitag ist ein ICE der Baureihe 411 in München auf genau den selben Prellbock aufgefahren, der vor einigen Wochen schon einmal für Schlagzeilen sorgte. Der ICE 1501 wurde von einem 51-jährigem Lokführer gesteuert, der sich beim Aufprall den Arm verstauchte. Weitere Verletzte gab es zum Glück nicht. Fünf für genau diesen Zweck vorgesehene Bodenplatten wurde verschoben und dabei zerstört. Da der Lokführer nicht mehr zum jungen Semester gezählt werden kann, gehe ich mal davon aus, dass es sich nicht um einen Bereitstellungslokführer handelte. Diese jungen Kollegen verfügen altersgemäss über keinen grossen Erfahrungschatz, dieser langjährige Kollege allerdings. Über die Ursache lässt sich also nur spekulieren. Ein technisches Versagen ist meiner Meinung sehr unwahrscheinlich, da das Bremssystem über mehrere Rückfallebenen verfügt und es jederzeit möglich sein sollte, den Zug zum stehen zu bringen. Selbst bei kompletter Störung des Bremsrechners ist ein manueller Eingriff noch möglich.

Weiterhin wurde erst jetzt bekannt, dass sich eine weiter sehr gefährliche Situation bereits Anfang Juli ereignete. Dabei ist ein ICE in der Nähe des Bahnhofs Reichertshausen bei einem Gleiswechsel mit stark überhöhter Geschwindigkeit gefahren. In den Medien kursieren die Zahlen, das der Zug anstelle von 80 km/h mit 140 km/h gefahren sein soll. Mir erscheint das auch wieder mehr als fraglich. Bei einer Begrenzung von 80 km/h, ist der Triebfahrzeugführer gezwungen, diese Geschwindigkeitsermässigung per PZB zu quittieren, so das im Triebzug eine Beeinflussungskurve ausgelöst wird. Nach dieser Kurve hat der Tf 20 Sekunden Zeit mit der Geschwindigkeit unter 85 km/h zu kommen, ansonsten wird der Zug zwangsgebremst. Weiterhin wird er sofort zwangsgebremst, wenn er diese Quittierung “vergisst”. Das Eisenbahnbundesamt untersucht den Fall, erwartungsgemäss liegen hier die Ergebnisse in ferner Zukunft. Ernsthaft verletzt wurde niemand, ein Gastromitarbeit viel dermassen stark hin, dass er bewusstlos liegen blieb. Koffer und Taschen flogen durch den Zug und es entstand eine Panik. Der Zug hielt im nächsten Bahnhof Pfaffenhofen und wurde Notärztlich versorgt.

Weiterhin Engpässe im internationalen Fernverkehr

ice3_amsterdamDer im Juli 2008 im Kölner Hauptbahnhof entgleiste ICE3 wirbelt den Schienenverkehr weiter durcheinander – auch in Emmerich. Bahn-Sprecher Gerd Felser: „Es kann schon mal zu Unregelmäßigkeiten kommen.”

Weil die Bahn das Achsenproblem noch nicht gelöst hat, werden die ICEs nach wie vor schon alle 30 000 Kilometer durchgecheckt. Durch die notwendigen Ultraschallmessungen der Achsen kommt es immer wieder zum Fahrzeugmangel – solange die neuen, bestellten Züge noch nicht da sind. Dieser Engpass wirkt sich besonders auf den internationalen Fernverkehr aus.

Denn während es vom ICE BR 403 insgesamt 50 Einspurzüge gibt, stehen vom ICE BR 405 nur 13 Mehrsystemzüge zur Verfügung. Davon werden auch einige auf der Neubaustrecke Frankfurt/M.-Amsterdam eingesetzt. Weitere vier Mehrsystemfahrzeuge setzt die niederländische „NS High Speed” mit der DB AG auf der Hollandlinie ein: „Wir haben hier eine geringere Dispositionsmasse”, räumt Felser ein. weiterlesen »