Marder erleidet tödlichen Unfall – und legt Bahnverkehr lahm

marder_02jpgKöln-Aachen – In den heutigen Vormittagsstunden kam es auf der Bahnstrecke Düren in Richtung Langerwehe zu einem Unfall, der durch einen Marder verursacht wurde. Gegen 05:45 Uhr befuhr der Regionalexpress 1 die Bahnstrecke Düren in Richtung Aachen. Der Lokführer nahm einen “stangenähnlichen” Gegenstand wahr, der in seine Frontscheibe schlug und diese zersplitterte. Dadurch wurde der 43-jährige Mann im Gesicht verletzt. Die Starkstromleitung riss herunter. 60 Fahrgäste aus dem Unfallzug wurden durch die Bundespolizei evakuiert. Die Deutsche Bahn AG stellte Taxis und Busse für den weiteren Fahrtweg zur Verfügung. Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizei wurde am Tatort ein tödlich verunglückter Marder aufgefunden, der an dem Strommast hoch kletterte und diesen Unfall verursachte. weiterlesen »

Bericht im Hamburger Abendblatt über Lokführer, die Suizid verarbeiten müssen

Am 19. März erschien im Hamburger Abendblatt ein beeindruckender Artikel über den Umgang mit Selbstmördern von betroffenen Lokführern. Der Artikel trägt die Überschrift “Ich konnte es nicht verhindern”, was eigentlich schon eine Menge aussagt. Berichtet wird über einen Kollegen, der wie so viele andere am eigenen Leib erfahren musste, was es bedeutet bei dem Tod eines Menschen direkt betroffen zu sein.

Ich selbst habe diesen Albtraum auch schon einmal erleben müssen. Man verliert für einige Wochen das Vertrauen in das System Rad / Schiene. Auf den ersten Fahren danach hatte ich kein Gefühl der Sicherheit mehr, es war wie ein Höllenritt. Erst langsam, nach und nach, stellt sich das Vertrauen wieder ein. Ich zitiere hier diesen Artikel mal vollständig, da er wirklich sehr gut geschrieben ist. Vielen Dank an die Autorin Bettina Mittelacher! weiterlesen »

Impressionen: Bremen bei Nacht

Ich habe Nachtschicht und möchte Euch ein paar Bilder nicht vor enthalten. Mit dem 776 bin ich nach Bremen gefahren und hatte gleich im Anschluss eine längere Pause. Dann habe ich den ICE 832 aus Berlin abgelöst und diesen Zug in die Reinigung gefahren. Das dauert wieder eine ganze Weile. Ab da an ist Zug bewachen angesagt. Ich leite die vollautomatische Bremsprobe ein, bei der sich der Zug komplett selbst durch checkt. Morgen früh stelle ich meinen ICE Halbzug der Baureihe 402 wieder an den Bahnsteig bereit und fahre ihn als 531 zurück nach Hannover. Feuerabend!

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Toter Vogel auf dem Zughaken

Dieses unschöne Bild bot sich bei mir vor einigen Tagen an meiner Lok. Vögel werden immer wieder von Zügen “erwischt”, ein trauriger Nebeneffekt des Zugfahrens. Es vergeht eigentlich kaum ein Tag, an dem man nicht den ein oder anderen Vogel durch einen Aufprall tötet. Meist sind es kleine Vögel oder Tauben. So gut wie nie passiert das Krähen – äusserst schlaue Tiere. Ein Greifvogel, wie dieser auf dem Bild, wird meist nur in der Brunftzeit überfahren, oder wenn er selbst im Gleis sitzt und andere tote Vögel frisst, die kurz vorher das selbe Schicksal ereilt hat. Das ein so grosser Vogel genau auf dem Zughaken hängen bleibt, ist schon seltener. Pech hat man, wenn der Vogel genau in den Scheibenwischer fliegt, durch diesen wird er meist zerfetzt und das wird dann sehr blutig. Ansonsten prallen die Vögel einfach ab und fliegen weg.

Video aus dem Führerstand bei 250 km/h

Hallo Leute,

heute ein kleiner Leckerbissen. Ich habe mal mit dem Handy ein klitzekleines Video auf der Schnellfahrstrecke gemacht. Hier kann man so in etwa erahnen, wie die Geschwindigkeit vorne im Führerstand des ICE wirkt. Die Qualität ist wirklich nicht berauschend, das gebe ich zu. 

Hochgeschwindigkeitsfahrt

Mit dem ICE nach München

Liebe Leser,

einige Zeit ist ins Land gegangen und ich stehe heute nun als vollausgebildeter Lokführer des Fernverkehrs vor Euch. Ich freue mich riesig darüber und es macht mir immernoch soviel Spass, wie am ersten Tag. weiterlesen »