Feb162010

Diebe klauen Oberleitung auf Rennbahn Berlin-Hannover

Im Bahnverkehr zwischen Berlin und Hannover hat es am Dienstag weiter Einschränkungen gegeben. Betroffen war unter anderem der ICE-Verkehr. Diebe hätten zwischen Wustermark und Rathenow Teile der Oberleitung gestohlen, teilte ein Bahnsprecher am Dienstag mit. Daher könnten voraussichtlich bis Dienstagabend Züge auf dem Abschnitt nur einspurig fahren. Fernreisende müssten sich deshalb auf Verzögerungen bis zu 90 Minuten einstellen. Züge der RE-Linie 2 Rathenow-Berlin-Cottbus würden durch Busse ersetzt. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Feb162010

LKW gegen Lok – zum Glück nur ein Fahrgast

Zwischen Wittstock und Pritzwalk in Brandenburg hat sich gestern Abend ein LKW auf einem Bahnübergang aufgrund von Glätte festgefahren und ist dann von einem Zug erfasst worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde bei dem Zusammenstoß eine Passagierin leicht verletzt. Die Strecke wurde nach dem Vorfall voll gesperrt, der Zugverkehr ist nach Angaben der Deutschen Bahn voraussichtlich noch bis heute Abend unterbrochen. Zwischen den Bahnhöfen Groß Pankow und Wittstock werde daher ein Ersatzverkehr mit Bussen angeboten.

Feb162010

Schon wieder Lokführer verdroschen

Ein Lokführer der Deutschen Bahn und ein Fahrgast, der ihm zur Hilfe kam, sind in der Nacht zum Dienstag von fünf jungen Männern verprügelt worden. Die Täter im Alter zwischen 15 und 22 Jahren hatten am Bahnhof Forth im Kreis Erlangen zunächst die Weiterfahrt einer Regionalbahn verhindert, indem sie die Tür blockierten, wie die Bundespolizei mitteilte.

Als der Lokführer nach vergeblichen Bitten die Gruppe aus dem Eingangsbereich drängen wollte, schlugen zwei der Männer auf ihn ein. Ein 21-jähriger Fahrgast, der zur Hilfe eilte, wurde mit einem Messer bedroht, getreten und geschlagen. Er erlitt Prellungen am ganzen Körper und im Gesicht. Zudem wurden ihm mehrere Ohrringe herausgerissen. Der Lokführer klagte über Kopfschmerzen, konnte seinen Dienst aber fortsetzen.

Die Schläger flüchten zunächst, wurden aber kurze Zeit später von der Polizei gefasst. weiterlesen »

Dez252009

Reisende schlagen Lokführer Flasche auf den Kopf

Kurz nach Mitternacht  (23. Dezember 2009) blockierten zwei unbekannte Männer am Wurzener Bahnhof eine Tür des Regionalexpress (RE 17474). Zwei weitere – auch noch Unbekannte – aus der Gruppe der insgesamt vier Männer schlagen einem im Zug sitzenden 20-jährigen Mann mit der Faust ins Gesicht und bedrohten ihn mit einem Küchenmesser. Der Regionalexpress wurde durch die blockierte Tür an der Ausfahrt gehindert. Der Triebfahrzeugführer (50) fordert die Männer auf, die Tür freizugeben. Nun greifen die Täter den Triebfahrzeugführer an, in dem sie ihm eine Glasflasche auf den Kopf schlagen. Er trägt eine Platzwunde über dem Auge davon, die in der Notfallaufnahme in Wurzen behandelt wird. Um ihre Flucht vom Tatort zu ermöglichen, bedrohen die vier Männer den Mitarbeiter der Bahn ebenfalls mit dem Messer.

Die durch den Zugbegleiter gerufene Polizei und Bundespolizei fahndeten sofort nach den Flüchtigen im Stadtgebiet Wurzen. Bisher konnten die Täter nicht gestellt werden.

Der 20jährige Geschadigte wurde ambulant durch Rettungskräfte versorgt.

Zu den Hintergründen dieser gefährlichen Körperverletzung ermittelt nun die Bundespolizei.

Dez142009

Kind vom Güterzug angefahren

Hannover (ots) – Nienburg/Weser (Marklohe)am 14.12.09 um 15:45 Uhr
Ein 13 – jähriger Junge wird auf der Strecke Liebenau-Nienburg von einem Güterzug erfasst und schwer verletzt. Der Junge hielt sich ostwärts der Ortschaft Marklohe an einer Brücke auf den Gleisen auf. Der Triebfahrzeugführer des Zuges gab sofort einen Achtungssfiff ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Trotzdem konnte ein Zusammenstoß nicht verhindert werden. Mit einem Rettungshubschrauber wurde der Junge zur Medizinischen Hochschule nach Hannover geflogen.
Der unter Schock stehende 24-jährige Triebfahrzeugführer musste vor Ort abgelöst werden. Neben der Bundespolizei und dem Rettungshubschrauber waren noch die Landespolizei, ein Rettungswagen sowie ein Notarzt im Einsatz. Die Strecke ist seit dem Unfall gesperrt.
Die Bundespolizeiinspektion Hannover hat die Ermittlungen zu dem Personenunfall aufgenommen.

KinderimgleisHannover (ots) – Nienburg/Weser (Marklohe)am 14.12.09 um 15:45 Uhr

Ein 13 – jähriger Junge wird auf der Strecke Liebenau-Nienburg von einem Güterzug erfasst und schwer verletzt. Der Junge hielt sich ostwärts der Ortschaft Marklohe an einer Brücke auf den Gleisen auf. Der Triebfahrzeugführer des Zuges gab sofort einen Achtungssfiff ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Trotzdem konnte ein Zusammenstoß nicht verhindert werden. Mit einem Rettungshubschrauber wurde der Junge zur Medizinischen Hochschule nach Hannover geflogen.

Der unter Schock stehende 24-jährige Triebfahrzeugführer musste vor Ort abgelöst werden. Neben der Bundespolizei und dem Rettungshubschrauber waren noch die Landespolizei, ein Rettungswagen sowie ein Notarzt im Einsatz. Die Strecke ist seit dem Unfall gesperrt.

Die Bundespolizeiinspektion Hannover hat die Ermittlungen zu dem Personenunfall aufgenommen.

Nov162009

Stromschlag durch Oberleitung beim Klettern auf Güterwagen

Die Oberleitung der Bahn steht ständig unter 15000 Volt Hochspannung.

Die Oberleitung der Bahn steht ständig unter 15000 Volt Hochspannung.

BREMEN. Ein 16-Jähriger hat beim Klettern auf einem Güterwaggon in Bremen einen Stromschlag erlitten und ist dabei lebensgefährlich verletzt worden. Er war in der Nacht zu Sonnabend mit einem Freund (17) auf das Bahngelände an der Strecke Bremen-Hannover gegangen. Was die beiden dort vorhatten, ist derzeit noch unklar. Sicher ist nur, dass der 16-Jährige an der Leiter, die an dem abgestellten Güterzug befestigt war, auf den Waggon kletterte. Dabei kam er der 15 000 Volt führenden Oberleitung zu nah. Ein Lichtblitz sprang auf ihn über. Mit brennender Kleidung fiel der Jugendliche ins Gleisbett und zog sich weitere Verletzungen zu.
Sein Freund erstickte daraufhin die Flammen mit seiner Jacke. Anschließend trug er ihn rund 200 Meter über die Gleise und einen Bahndamm zur Straße. “Auch das war lebensgefährlich”, sagte Holger Jureczko, Sprecher der zuständigen Bundespolizeiinspektion Bremen. “Auf diesem Streckenabschnitt sind die Züge mit 160 Kilometern in der Stunde unterwegs. Da bleibt einem kaum Zeit zu reagieren, wenn sich ein Zug nähert.”
An der Straße angekommen, rief der Freund seinen Vater über sein Handy an. Erst als dieser dort eintraf, rief er Feuerwehr und Polizei um Hilfe – eine halbe Stunde nach dem Unglück. Offenbar war der 17-Jährige derart geschockt, dass er vergaß, zuerst die Retter zu informieren. Bislang konnte er von den Beamten nicht vernommen werden. weiterlesen »

Nov162009

Medienecho auf Selbstmord Enkes und das Leid der Lokführer

Trotz einer inzwischen schon stattfindenden Abschwellung, berichteten die Medien in den letzten Tagen sehr offen über das Thema Suizid durch Bahnfahrzeuge. Das Tabu war in diesem Fall gebrochen und alle stürzten sich darauf. Die Angst vor Nachahmern war in diesem Fall zweitrangig, da es sich um einen Promi handelte und das ins allgemeine Interesse rückte. Auch der leidtragende Lokführer gelangte ins Interesse der Medien, hat sich aber meines Wissens abgeschottet. Verständlich, nach einem solchem Erlebnis. Also mussten andere betroffenen Lokführer “ausgekramt” werden. Welche, bei denen das traumatische Ereignis schon länger zurückliegt und ein berichten darüber für den Leser interessant, weil unfassbar, für den Lokführer aber erträglich und vielleicht sogar inzwischen befreiend wirken könnte. Auch ich hatte Anrufe von Medien, um in einer Talkshow meine Erfahrungen – meine persönlichsten – als Betroffener zum Besten zu geben.

Meiner Meinung nach zielt diese ganze Medienflut nicht auf das wahre Problem, sondern möchte mit der Fassungslosigkeit der Leser einfach nur mal schnell Kasse machen.  Um dem wahren Problem an dem Leid des Lokführers beizukommen, gibt es meines Wissens kaum Möglichkeiten. Der Schaden ist nach dem Aufprall da und geht nur unter sehr begrenzten Beihilfen wieder weg. Man kann dem Lokführer helfen, aber letztendlich muss er und seine Seele, diesen Schlag ausheilen und das kann er nur mit sich selbst ausmachen. Mir selbst wurden damals Gespräche mit einer dafür spezialisierten Psychologin angeboten die ich Anfangs auch wahrnahm. Ich war jedoch schnell überrascht über den geringen Tiefgang dieser Gespräche, bei denen es meist nur darum ging, wie ich schlafen würde und dass ich mir doch bitte eingestehen sollte, dass ich nicht Schuld sei. Letzten Endes kam das schale Gefühl auf, dass es dem Arbeitgeber nur darum ging, vorzeitige Rentenansprüche möglichst zu vermeiden. Aber dies kann auch nur von mir subjektiv so empfunden worden sein, in der Zeit “danach” war sowieso vieles wie auf den Kopf gestellt.

Es gibt aber in den Medien auch Ausnahmen und Artikel, die auch ich gerne lese, weil sich der Wahrheit ziemlich nah kommen. Allen voran ist mir da ein Artikel aus der NZZ aufgefallen.

Ohne jede Chance – Der Selbstmörder auf dem Bahngeleise, das Trauma eines jeden Lofkührers

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Auch in der Abendzeitung München ist ein ganz interessanter Artikel mit einem Interview es Lokführers der das Trauma vor einigen Jahren erlebte.

“Die Angst fährt mit”

Hier noch weitere Artikel:

Aus der Frankfurter Rundschau: Bahn befürchtet “Werther Effekt” – Trauma auf der Lok

Aus der Süddeutschen Zeitung: Suizid auf den Gleisen: Es passiert dreimal am Tag

Mainpost: Die Qualen der Lokführer – Suizide bereiten der Bahn große Probleme


Nov122009

Einfühlsamer Beitrag über Lokführer und Suizid

9f672d5bcfe2699f215e50621269Friedhelm Weidelich hat in seinem Railomotive Blog einen sehr lesenswerten Artikel über Lokführer und Suizid geschrieben. Dieses Thema ist sehr heikel und wird in der Öffentlichkeit meist unterdrückt. Jeder weiss, dass es für einen Triebfahrzeugführer der Horror ist, man schüttelt den Kopf, aufgrund der Fassungslosigkeit. Meist hat es sich damit dann auch schon und man geht wieder zum Tagesgeschäft über. Weidelich geht hier einen Schritt weiter und überlässt es nicht dem Leser sich über das Thema auszuschweigen. Er deutet auf die offenen Wunden, die meist ein Leben lang nicht heilen, mit denen der Lokführer einfach ab da an zu leben hat. Es wird Teil seines Lebens und er muss einen Weg finden, dieses Erlebnis für immer darin einzubetten. Beim Lesen könnte man meinen der Autor wäre selbst ein Lokführer, so gut gelingt es ihm, sich einzufühlen.

Ich empfehle jedem Besucher meiner Seite diesen Artikel zu lesen. Vielen Dank an Friedhelm Weidelich!

Hier nochmal der Link zu dem Beitrag.

Nov122009

Bombardier liefert erste ALP-46A Loks aus

ALP-46ABombardier Transportation hat heute am Produktionsstandort Kassel die erste von insgesamt 36 Elektrolokomotiven vom Typ ALP-46A an die New Jersey Transit Corporation (NJ TRANSIT) übergeben. Die Lokomotive ist Bestandteil einer Flotten-Bestellung aus dem Februar 2008, die NJ TRANSIT für den Einsatz im Personenverkehr vorgesehen hat. Bereits seit 2002 sind Elektrolokomotiven von Bombardier bei NJ TRANSIT im Einsatz und befördern durchschnittlich 250.000 Passagiere zwischen New Jersey und Manhattan am Tag.

„Diesen Folgeauftrag verdanken wir der hohen Qualität und Leistungsfähigkeit der ersten Serie ALP-46-Lokomotiven, die sich seit Jahren bei NJ TRANSIT erfolgreich bewähren“, so Peter Ammann, Vice President Sales & Marketing Locomotives, Bombardier Transportation. weiterlesen »

Nov102009

Nord-Ostsee Bahn tötet drei Rinder

muh_04Bad Bramstedt – Am 10.11.09 gegen 00.00 Uhr befanden sich in Bokelholm bei Rendsburg mehrere Rinder auf den Bahngleisen. Ein Zug der Nord-Ostsee Bahn, der sich auf dem Weg nach Kiel befand, fuhr trotz eingeleiteter Schnellbremsung in die Tierherde. Dabei wurden drei Kühe getötet und eine Kuh verletzt. Die Höhe des Schadens am Triebfahrzeug steht noch nicht fest. Im Zug befanden sich fünf Fahrgäste, die glücklicherweise nicht zu Schaden kamen. Ihre Reise setzten sie mit Taxis fort. Die Bahnstrecke war wegen der Aufräumarbeiten für etwa zwei Stunden gesperrt. Die Bundespolizei, die Freiwillige Feuerwehr und die Landespolizei suchten die Strecke nach weiteren Rindern ab. Nach Beendigung der Maßnahmen vor Ort konnte der Zug seine Fahrt in   Richtung Nortorf im Schritttempo fortsetzen und die Bahnstreckewieder wurde wieder freigegeben. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.